Wie viel Risiko (v)ertragen Sie und Ihre Geldanlage?

Diese Frage können in erster Linie Sie selbst beantworten, aber einige verlässliche Kriterien sollen Ihnen helfen.

Wie so oft im Leben gilt auch bei der Geldanlage, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wichtig ist dabei, dass die eingegangenen Risiken zur eigenen "Risikotoleranz" passen und man Risiken ganz bewusst eingeht. Um dies besser einschätzen zu können, sind folgende Punkte entscheidend für die Bestimmung Ihres persönliches "Risikomaßes":

1. Ihr Anlagehorizont

Wie lange möchten Sie Ihr Geld anlegen?

Kurz: ein bis zwei Jahre.

Mittel: etwa drei bis neun Jahre.

Lang: ab etwa 10 Jahren.

2. Ihr Liquiditätsbedarf

Wie schnell muss Ihr Geld im Zweifelsfall verfügbar sein? Je höher Ihr Bedarf an kurzfristig verfügbarem Geld, desto vorsichtiger sollten Sie anlegen. Ggf. kann es sinnvoll sein, den zur Verfügung stehenden Anlagebetrag entsprechend des Liquiditätsbedarfs aufzuteilen.

3. Ihre individuelle Risikobereitschaft

Wie sicher muss Ihr Geld angelegt sein, damit Sie nachts gut schlafen können? Die individuelle Risikobereitschaft wird hiervon bestimmt:

Ihre Erfahrung mit Geldanlagen. Je mehr Erfahrung Sie haben, desto besser können Sie Risiken für sich einschätzen.

Ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis. Lieben Sie das Risiko oder sind Sie eher ein sicherheitsorientierter Mensch?

Ihre Renditeerwartungen. Wollen Sie möglichst viel Geld verdienen oder stellen auch marktübliche Renditen Sie zufrieden?

Generell unterliegen Aktienanlagen höheren Schwankungen. Je größer also Ihre Risikobereitschaft ist, umso eher kann eine Investition in risikobehaftetere Produkte für Sie von Interesse sein. Beziehen Sie aber immer auch den Anlagehorizont und Ihren kurzfristigen Liquiditätsbedarf mit ein.