Steuerliche Fragen

Steuerangelegenheiten sind keine leichte Kost. Wir helfen Ihnen daher gerne mit Informationen rund um die Steuerbescheinigung.


Steuerbescheinigung

Wofür brauche ich eine Steuerbescheinigung von der FFB?

  1. Sie wollen Ihre Kapitalerträge und bereits abgeführte Steuern in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen oder
  2. Sie wollen einen Antrag auf Günstigerprüfung bei Ihrem Finanzamt stellen, da Ihr persönlicher Steuersatz niedriger als der Abgeltungsteuersatz von 25% ist.

Wer bekommt eine Steuerbescheinigung von der FFB?

Die FFB erstellt für jeden Kunden eine Steuerbescheinigung. Unabhängig davon, ob ein Kunde bei uns als Steuerinländer oder Steuerausländer, als Privatperson oder betrieblicher Anleger gemeldet ist.

Die Steuerbescheinigung basiert auf einem amtlich vorgeschriebenen Formular und wird für Depots im Privatvermögen je Inhaberverbund erstellt.

Zu einem Inhaberverbund gehören alle Depots desselben Inhabers bzw. derselben Inhabergemeinschaft. Das bedeutet beispielsweise ein Inhaberverbund für alle Depots des Ehemanns, ein weiterer Inhaberverbund für die Depots der Ehefrau und ein dritter Inhaberverbund für alle Depots, die auf den Namen beider Ehegatten lauten. Ein Inhaberverbund, in dem Einzeldepots und Gemeinschaftsdepots verwahrt werden, ist nicht möglich.

Für Depots, die im Betriebsvermögen geführt werden und für Steuerausländer wird jeweils eine Steuerbescheinigung pro Depot erstellt. Für diese Kundengruppen finden keine Verlustverrechnung und auch keine Anrechnung ausländischer Quellensteuer statt.

Wie erhalte ich meine Steuerbescheinigung von der FFB?

Wir schicken Ihnen die Steuerbescheinigung automatisch per Post.

Wenn Sie einen Onlinezugang haben, finden Sie eine Kopie der Steuerbescheinigung in Ihrem Postfach.

Wann erhalte ich meine Steuerbescheinigung von der FFB?

Wir stellen Ihnen die Steuerbescheinigungen zur Verfügung, sobald uns die erforderlichen steuerlichen Daten von den jeweiligen Fondsgesellschaften vorliegen. Der genaue Zeitpunkt kann also von Depot zu Depot unterschiedlich sein – abhängig davon, wann auch der letzte Fonds im Depot seine Ertragsdaten zur Verfügung stellt.

An zwei Terminen können Sie sich orientieren:

  • Ab Ende Februar stellen wir Ihre Steuerbescheinigung bereit, sofern uns alle notwendigen Informationen seitens der Fondsgesellschaften vorliegen.
  • Spätestens im Mai erhalten alle übrigen Depotkunden ihre Steuerbescheinigung; auch wenn zu dem Zeitpunkt noch Informationen von der Fondsgesellschaften fehlen. Die Bescheinigung enthält den Hinweis, dass noch offene Erträge vorhanden sind. Werden die Erträge dann zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht, erhalten Sie darüber selbstverständlich eine Thesaurierungsanzeige; zusammen mit einer Ausfüllhilfe für Ihre Einkommensteuererklärung.

Welche Hilfestellungen bietet mir die FFB zu meiner Steuerbescheinigung?

Um allen steuerinländischen Privatpersonen das Ausfüllen ihrer Einkommensteuererklärung so einfach wie möglich zu machen, geben wir in der Steuerbescheinigung die Zeilennummern und Bezeichnung der Anlage an, in der die entsprechenden Werte in der Einkommensteuererklärung einzutragen sind.

Darüber hinaus stellen wir allen Kunden eine Übersicht ihrer Erträge im Onlinepostfach mit dem Betreff „Erläuterung zur Steuerbescheinigung“ bereit.

Sie haben noch Fragen dazu? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder das zuständige Finanzamt.

Sie sind noch kein Onlinekunde, möchten es jedoch gerne werden? Kein Problem! Einfach Zugang beantragen. Sie sind schon Onlinekunde, haben aber Ihren Login vergessen? Auch kein Problem. Einfach neue Zugangsdaten beantragen.

Was beinhaltet meine Steuerbescheinigung?

Höhe der Kapitalerträge
Unter diesem Punkt wird der Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Kapitalerträge nach Verlustverrechnung ausgewiesen - unter Einbezug gegebenenfalls erfolgter Verlustüberträge aus dem Vorjahr, jedoch vor Berücksichtigung eines Sparer-Pauschbetrages. Es wird immer nur ein positiver Saldo ausgewiesen, negative Salden werden bei Vorliegen eines Antrages in den entsprechenden Zeilen für Verluste gezeigt. In diesem Gesamtbetrag sind die Erträge aus Anteilen an ausländischen thesaurierenden Investmentfonds enthalten, auf die bei Veräußerung / Rückgabe der Anteile Kapitalertragsteuer einbehalten wurde (§7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 InvStG). Nicht enthalten sind die laufenden jährlichen Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds, da diese zwar materiell einkommensteuerpflichtig sind, aber im Zeitpunkt des fiktiven Zuflusses (Geschäftsjahresende des Fonds) mangels Liquiditätsfluss keinem Kapitalertragsteuerabzug unterliegen, sondern erst bei Veräußerung / Rückgabe des Fondsanteils im Rahmen der akkumulierten Thesaurierungen.

Besteuerung aufgrund von Ersatzbemessungsgrundlagen
Unter „Ersatzbemessungsgrundlage“ werden alle pauschalen Bemessungsgrundlagen aufsummiert, die aufgrund fehlender Anschaffungskosten bzw. Veräußerungserlöse zur Anwendung gekommen sind. Korrekturen können nur vom Finanzamt im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer erfolgen. Im Gegensatz zum Ausweis in der Zeile „Höhe der Kapitalerträge“ wird hier ein Bruttobetrag, d.h. auch bereits vor Verlustverrechnung, gezeigt.

Verlustverrechnung
Wenn Sie die Bescheinigung der Verluste bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres beantragt haben, wird der Betrag des bis zum Jahresende nicht ausgeglichenen Verlustes "Höhe des nicht ausgeglichenen Verlustes ohne Verlust aus der Veräußerung von Aktien" ausgewiesen.

Sparer-Pauschbetrag
Die Zeile „Höhe des in Anspruch genommenen Sparer-Pauschbetrages“ weist den Betrag der Kapitalerträge aus, der im Rahmen eines vorliegenden Freistellungsauftrages bereits vom Kapitalertragsteuerabzug ausgenommen wurde.

Ausländische Quellensteuern
Ausländische Quellensteuern werden bei der Ermittlung der Höhe der einzubehaltenden Kapitalertragsteuer berücksichtigt. Konnte die anrechenbare ausländische Quellensteuer innerhalb eines Kalenderjahres nicht vollständig angerechnet werden, wird dieser Betrag als „Summe der anrechenbaren noch nicht angerechneten ausländischen Steuer“ ausgewiesen.

Kirchensteuer
Die Bescheinigung der Kapitalertragsteuer für Zwecke der Kirchensteuerveranlagung nach §51 a Abs.2 d Satz 2 EStG ist in der Steuerbescheinigung enthalten. Eine separate Bescheinigung hierfür wird nicht erstellt.

Wann wird für mich Kirchensteuer abgeführt?

Die FFB führt seit dem 1. Januar 2015 für alle kirchensteuerpflichtigen Personen den Kirchensteueranteil auf die Abgeltungsteuer automatisch an das Finanzamt ab. Somit brauchen Sie hierfür keine nachträgliche Veranlagung über Ihre Einkommensteuererklärung mehr vornehmen.

Damit wir für Gemeinschaftsdepots von Ehegatten / Lebenspartnern ohne gemeinsamen Freistellungsauftrag Kirchensteuer abführen können, muss uns dies im Vorfeld formlos mitgeteilt werden. Alternativ kann uns auch ein Freistellungsauftrag über 0,00 Euro eingereicht werden.

Wir haben keine Kirchensteuer für Sie abgeführt, obwohl Sie Mitglied in einer kirchensteuerabführenden Religionsgemeinschaft sind?

Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir keine Steuer-Identifikationsnummer (TIN) von Ihnen erhalten haben. In diesem Fall müssen Sie Ihre Erträge in der Einkommensteuererklärung angeben, damit das Finanzamt dann die Kirchensteuer nachträglich entsprechend erheben kann.

Tipp: Bitte denken Sie unbedingt daran, dass Sie uns Ihre Steuer-Identifikationsnummer (TIN) mitteilen, damit es für Sie zukünftig noch einfacher wird.

Was ist die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung?

Hierbei werden depotübergreifend verbleibende Gewinne und Verluste der Ehepartner / Lebenspartner miteinander verrechnet. Dies erfolgt bei uns vollautomatisch einmal jährlich Ende Januar für den zugrundeliegenden Abrechnungszeitraum. Als Kunde müssen Sie nichts weiter tun.

Ist der gemeinschaftliche Freibetrag für Eheleute / Lebenspartner bereits bei einem oder mehrere anderen Kreditinstituten hinterlegt, können Ehegatten / Lebenspartner einen Freistellungsauftrag über 0,00 Euro einreichen, um eine ehegattenübergreifende / lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung zu erwirken.

Wichtig: Voraussetzung für die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung ist ein gemeinschaftlicher Freistellungsauftrag der Ehegatten / der eingetragenen Lebenspartner. Dabei ist es unerheblich, zu welchem Zeitpunkt der Freistellungsauftrag eingerichtet wird. Wenn Sie als Ehepaar / Lebenspartnerschaft Ihren gemeinschaftlichen Sparer-Pauschbetrag bereits bei anderen Kreditinstituten ausgeschöpft haben oder bei der FFB explizit nur die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung durchführen lassen wollen, so können Sie bei uns einen gemeinschaftlichen Freistellungsauftrag über 0,00 Euro stellen. Wenn Sie als Ehepaar / Lebenspartner keine ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung wünschen, kann jeder Ehepartner / Lebenspartner auch einen Einzel-Freistellungsauftrag stellen. Hierbei ist der Höchstbetrag für den Einzel-Freistellungsauftrag zu beachten. Zudem müssen Sie berücksichtigen, dass in diesem Fall nur die Kapitalerträge der Einzeldepots des jeweiligen Partners beim Sparer-Pauschbetrag angerechnet werden.

Wozu brauche ich eine Verlustbescheinigung und was muss
ich hierbei beachten?

Wenn Sie Depots bei mehreren Banken haben und möchten nicht verrechnete Verluste mit nicht verrechneten Gewinnen der verschiedenen Kreditinstitute in Ihrer Einkommensteuererklärung vom Finanzamt verrechnen lassen, brauchen Sie dazu eine Verlustbescheinigung von dem Kreditinstitut, in dessen Depot die Verluste angefallen sind. Diese Verlustbescheinigung muss spätestens bis zum 15. Dezember des laufenden Kalenderjahres angefordert werden. Der Verlust wird dann im Rahmen der Jahressteuerbescheinigung bescheinigt.

Was muss ich bei ausländisch thesaurierenden und intransparenten Fonds beachten?

Da bei Erträgen aus ausländisch thesaurierenden Fonds keine Auszahlung erfolgt, kann die FFB auch keine Steuern abziehen und an das Finanzamt weiterleiten. Daher muss die Versteuerung der laufenden Erträge aus diesen Fonds von Ihnen im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer herbeigeführt werden.

Gleiches gilt für die sogenannten Mehrbeträge intransparenter Fonds.

Wer kann mir helfen, wenn ich weitere Fragen zu meiner Einkommensteuer-
erklärung habe?

Bei Fragen zu Ihrer Einkommensteuererklärung wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater / Steuerberaterin. Mit ihm / ihr gemeinsam können Sie prüfen, inwiefern Ihre Kapitalerträge in Ihrer Einkommensteuererklärung anzugeben sind. Dies kann für Sie sinnvoll sein, um zu viel bezahlte Steuern vom Finanzamt zurückzuholen oder die jährliche Versteuerung der ausländisch thesaurierenden und intransparenten Fonds zu gewährleisten.

Weitere Informationen rund um das Thema Abgeltungssteuer stellt zudem der BVI auf seiner Homepage bereit:

Freistellungsauftrag

Wofür benötige ich einen Freistellungsauftrag?

Mit einem Freistellungsauftrag (Sparer-Pauschbetrag) beauftragen Sie Ihre Bank, anfallende Kapitalerträge bis maximal zur Höchstgrenze vom automatischen Steuerabzug freizustellen. Ohne diesen Auftrag führt die Bank 25% Kapitalertragsteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an das Finanzamt ab.

Welche gesetzliche Höchstgrenze muss ich beachten?

Die Höchstgrenze für den Freistellungsauftrag ist gesetzlich geregelt:

  • 801 Euro für Einzelpersonen
  • 1.602 Euro für ein Ehepaar oder für beide Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft

Wenn Sie als Ehepaar / Lebenspartner ihren gemeinschaftlichen Sparer-Pauschbetrag bereits bei anderen Kreditinstituten ausgeschöpft haben oder es soll bei der FFB explizit nur die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung durchgeführt werden, so können Sie bei uns einen gemeinschaftlichen Freistellungsauftrag über 0,00 Euro stellen.

Wo kann ich einsehen, ob ich bereits einen Freistellungsauftrag bei der FFB eingereicht habe?

Als Onlinekunde können Sie dies ganz einfach in unserer Internetanwendung nach dem Login einsehen; unter dem Menüpunkt „Steuerinformationen“. Neben der Höhe des erteilten Freistellungsauftrags, sehen Sie auch den im laufenden Jahr noch verfügbaren Freistellungsbetrag.

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Alternativ hilft Ihnen auch gerne Ihr Vermittler weiter - sprechen Sie ihn einfach an.

Kann ich meinen Freistellungsauftrag befristen?

Grundsätzlich ist der Freistellungsauftrag immer ab dem 01.01. eines Jahres gültig. Sie können den Freistellungsauftrag entweder unbefristet beauftragen oder bis zum 31.12. eines Jahres befristen.

Tipp: Bitte überprüfen Sie rechtzeitig, ob Sie einen Freistellungsauftrag erteilt haben oder ob der bestehende Freistellungsauftrag für das kommende Jahr aktualisiert werden muss.

Gibt es Gründe in denen mein Freistellungsauftrag ungültig wird?

Ja. Ein Freistellungsauftrag muss vom Kreditinstitut unter folgenden Umständen beendet werden:

Bei Trennung oder Scheidung:
Im Falle eines gemeinsam erteilten Freistellungsauftrages müssen Sie einen neuen Freistellungsauftrag einrichten. Dabei entscheiden Sie, ob im Jahr der Trennung die gemeinschaftliche oder die getrennte Freistellung gewählt wird. Für Kalenderjahre, die auf das Jahr der Trennung folgen, dürfen nur auf den einzelnen Ehegatten/Lebenspartner bezogene Freistellungsaufträge erteilt werden.

Im Todesfall:
Einzel- und Gemeinschaftskonten, die auf den Namen eines Verstorbenen lauten (Nachlasskonten), können wir nicht freistellen. Wenn Sie als Hinterbliebener einen gemeinsamen Freistellungsauftrag mit dem Verstorbenen eingereicht haben, bleibt bis zum Ende des Todesjahres der gemeinsame Sparer-Pauschbetrag (bis maximal 1.602 Euro) für alle Depots gültig, die allein auf Sie lauten. Wenn der gemeinsam mit dem Verstorbenen erteilten Freistellungsauftrag geändert werden muss, nutzen Sie bitte unser Formular. Bitte tragen Sie auf dem Formular statt der Unterschrift des Verstorbenen den Namen, Vornamen und Todestag ein.

Bei Umzug ins Ausland:
Wenn Sie Ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen und damit nicht mehr der uneingeschränkten deutschen Einkommensteuerpflicht unterliegen, wird der Freistellungsauftrag ebenfalls ungültig.

Wichtig: Bitte nutzen Sie in diesen Fällen unser Formular oder sprechen Sie Ihren Vermittler an.

Woher erhalte ich Informationen zu meinem bereits verbrauchten Freibetrag?

Melden sie sich hierzu einfach mit Ihrem persönlichen Login in unserer Internetanwendung an und schauen unter „Steuerinformationen“ nach. Hier können Sie einsehen, wie hoch Ihr eingereichter Freistellungsauftrag ist und in welcher Höhe dieser im aktuellen Kalenderjahr noch zur Verfügung steht. Darüber hinaus erhalten Sie hier auch noch detaillierte Informationen zu bereits abgeführten Steuern.

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Alternativ hilft Ihnen auch gerne Ihr Vermittler weiter - sprechen Sie ihn einfach an.

Wichtig: Die Reihenfolge in der der Freistellungsauftrag verbraucht wird, kann von uns nicht beeinflusst werden. Bei Ausschüttung und Verkäufen werden die angefallenen Zinsen, Dividenden und Kursgewinne der zeitlichen Reihenfolge nach automatisch mit dem eingereichten Sparer-Pauschbetrag verrechnet. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Einzel- oder Gemeinschaftsdepots handelt.

Was ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung und wozu brauche ich die?

Eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) ist

  • ein Dokument, mit dem das Finanzamt bescheinigt, dass für die im Dokument genannte natürliche oder juristische Person voraussichtlich keine Einkommensteuer-/Körperschaftsteuer festgesetzt wird,
  • ein Dokument, bei dessen Vorlage eine Kapitalerträge auszahlende Stelle auf die Einbehaltung von Kapitalertragsteuer verzichten darf.

Wenn Sie also nur geringe Einkünfte erzielen, können Sie bei Ihrem Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Diese können sie uns dann anstelle eines Freistellungsauftrags vorlegen. Die Bescheinigung wird für 3 Jahre ausgestellt.

Auf Wunsch stellt Ihr Finanzamt Ihnen auch mehrere Bescheinigungen aus. Bitte beantragen Sie Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung dort frühzeitig – und schicken Sie sie uns schon vor der Gutschrift Ihrer Kapitalerträge.

Wichtig: Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung brauchen wir im Original oder als beglaubigte Kopie (beglaubigt durch eine amtliche Stelle oder ein anderes Kreditinstitut). Die eingereichte Nichtveranlagungsbescheinigung bekommen Sie nach der Erfassung von uns zurück.

Steuer-Identifikationsnummer (TIN)

Steuer-Identifikationsnummer (TIN) - Was ist das?

Die Steuer-Identifikationsnummer (auch TIN) wurde im Jahr 2008 eingeführt. Sie ist personenbezogen und bleibt ein Leben lang unverändert gültig.

Wozu brauche ich die Steuer-Identifikationsnummer?

Die Einführung ermöglicht den Finanzbehörden einen schnelleren und genaueren Datenabgleich rund um das Besteuerungsverfahren. Daher ist die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer mittlerweile auf vielen Formularen der FFB verpflichtend, wie z.B. auf dem Depoteröffnungsantrag oder dem Freistellungsauftrag.

Wo finde ich meine Steuer-Identifikationsnummer?

Die Steuer-Identifikationsnummer wurde allen in Deutschland gemeldeten Bürgern in einem persönlichen Anschreiben des Bundeszentralamts für Steuern mitgeteilt. Zusätzlich finden Sie die Steuer-Identifikationsnummer auch in Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid.

Sollte Ihnen die Steuer-Identifikationsnummer nicht mehr vorliegen, können Sie diese jederzeit erneut beim Bundeszentralamt für Steuern anfordern.

Wie kann ich der FFB meine Steuer-Identifikationsnummer mitteilen?

Sie haben mehrere Möglichkeiten:

  1. Sie melden sich einfach mit Ihrem persönlichen Login in unserer Internetanwendung an und gehen dann auf den Menüpunkt „Kundendaten > Adressdaten“. Hier können Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer direkt erfassen oder ändern. Die Eingabe wird mit einer gültigen TAN bestätigt.
  2. Sie teilen uns Ihre Steuer-Identifikationsnummer über das Formular Übermittlung Steuer-Identifikationsnummer (TIN) mit oder
  3. mit einem formlosen Schreiben – per Post, per Fax oder E-Mail. Bitte vergessen Sie hierbei nicht Ihre Unterschrift bzw. bei Gemeinschaftsdepots die Unterschriften beider Depotinhaber.

Alternativ hilft Ihnen auch gerne Ihr Vermittler weiter - sprechen Sie Ihn einfach an.


Bitte beachten Sie, dass die steuerrechtlichen Ausführungen lediglich einen groben Überblick geben und keinesfalls allgemeinverbindlich oder abschließend sind. Wenn Sie detaillierte Fragen zu den einzelnen steuerlichen Themen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater / Ihre Steuerberaterin.

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